Die Booking.com-Provision ist der Prozentsatz vom Buchungswert, den ein Hotel für jede über die Plattform vermittelte Buchung abgibt. Booking.com veröffentlicht die Sätze nicht öffentlich — sie stehen im Vertrag und im Extranet jedes Partners und variieren nach Land und Stadt. Branchenquellen nennen für Deutschland typischerweise 12 % als Basissatz, in Berlin und vielen anderen EU-Märkten 15 %. Das ist aber nur der Anfang der Rechnung.
Die vier Bausteine der Booking.com-Kosten
| Baustein | Höhe (laut Branchenquellen und Partner-Hub) | Freiwillig? |
|---|---|---|
| Basisprovision | ca. 12 % (Deutschland) bis 15 % (Berlin, viele EU-Märkte); global 10–25 % | nein |
| Preferred-Partner-Programm | + ca. 3 Prozentpunkte für bessere Sichtbarkeit | ja |
| Genius-Programm | 10 / 15 / 20 % Gästerabatt je Stufe — keine Extraprovision, aber der Rabatt geht vom Zimmerpreis ab | ja |
| Payments by Booking.com | ca. 1,1–3,1 % für die Zahlungsabwicklung, zusätzlich zur Provision | je nach Land und Einstellung |
Quellen: Booking.com Partner Hub (Provision, Preferred, Payments), Genius-Programm, Lodgify-Auswertung 07/2026 (Basissätze). Ihr tatsächlicher Satz steht in Ihrem Vertrag.
Rechenbeispiel 1: eine Buchung über 300 €
Ohne Programme, Basissatz Deutschland: 300 € × 12 % = 36 € Provision, 264 € bleiben. In Berlin bei 15 %: 45 €, 255 € bleiben.
Mit allen Bausteinen, Berlin: Preferred (+3 %) hebt den Satz auf 18 %; ein Genius-Level-1-Gast zahlt statt 300 € nur 270 €; darauf 18 % Provision = 48,60 €; dazu 2 % Zahlungsabwicklung auf 270 € = 5,40 €. Beim Hotel kommen 216 € an — 28 % des Listenpreises sind weg.
Rechenbeispiel 2: ein Jahr
Ein Haus mit 40 Zimmern, 60 % Auslastung, 110 € Durchschnittsrate macht rund 963.000 € Logisumsatz im Jahr. Bei 60 % OTA-Anteil laufen 578.000 € über Portale.
| Szenario | Effektiver Satz | Jahreskosten Portale |
|---|---|---|
| Basis 12 %, keine Programme | 12 % | ca. 69.000 € |
| Basis 15 % (Berlin) | 15 % | ca. 87.000 € |
| Preferred + Genius + Payments | ca. 25 % | ca. 145.000 € |
Zwischen dem sparsamsten und dem teuersten Szenario liegen rund 75.000 € — pro Jahr, für dasselbe Haus mit denselben Gästen.
Rechenbeispiel 3: zehn Prozentpunkte verschieben
Verschiebt dasselbe Haus den OTA-Anteil von 60 auf 50 %, laufen 96.000 € mehr über den Direktkanal. Bei einem effektiven Satz von 18 % sind das rund 17.000 € gesparte Provision im Jahr. Das ist die Größenordnung, um die es geht — nicht um den Ausstieg aus Booking.com, sondern um zehn Punkte.
Wo die zehn Punkte herkommen: der Anruf
Laut HOTREC-Distributionsstudie 2024 kamen 2023 europaweit rund 21 % aller Hotelbuchungen direkt offline zustande, überwiegend telefonisch. Das Telefon ist der größte Direktkanal nach der eigenen Website — und der am schlechtesten besetzte. Anbieternahe Branchenblogs beziffern den Anteil unbeantworteter Hotelanrufe auf bis zu 40 %; eine unabhängige Studie dazu gibt es nicht, aber jedes Haus kennt das Muster: Der Gast ruft an, niemand nimmt ab, er bucht in derselben Minute beim Portal. Aus einer provisionsfreien Buchung wird eine mit 15–25 % Kosten.
Genau dieser Anruf ist die Stelle, an der ein digitaler Mitarbeiter den Unterschied macht. Felix nimmt jeden Anruf an — nachts, am Wochenende, während das Team beim Frühstück steht —, prüft in Mews oder Apaleo die Verfügbarkeit und legt die Reservierung an. Ohne Provision. Beim Startpreis von 975 € im Monat (Kleinbetriebe unter 30 Zimmern zusätzlich 20 % Nachlass, siehe Preise) hat er sich im Beispielhaus refinanziert, sobald er monatlich rund 5.500 € Buchungen vom Portal ins Haus holt — bei 110 € Durchschnittsrate etwa 50 Zimmernächte. Rechnen Sie es für Ihr Haus im ROI-Rechner nach. Welche Kanäle es neben Booking.com gibt, ordnet der Artikel Booking.com-Alternativen für Hotels ein; was ein KI-Telefonassistent kostet, der Ratgeber KI-Telefonassistent für Hotels.
Vier Hebel, die sofort wirken
- Programme bewusst wählen. Preferred und Genius bringen Sichtbarkeit, kosten aber effektiv 5–8 Prozentpunkte. In der Hochsaison abschalten, in der Nebensaison gezielt einsetzen.
- Direktbucher-Vorteil ausloben. Seit dem BGH-Urteil 2021 und dem Digital Markets Act darf Ihre Website günstiger sein. Nutzen Sie es — oder bieten Sie Mehrwert statt Rabatt (Frühstück, flexible Storno, Late Check-out).
- Zahlungsabwicklung prüfen. Wer Payments by Booking.com nutzt, zahlt 1–3 % extra. Eigene Zahlungsabwicklung ist oft günstiger.
- Erreichbarkeit rund um die Uhr. Jede unbeantwortete Anfrage ist eine OTA-Buchung. Das ist der Hebel mit dem größten Effekt und dem geringsten Aufwand.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Booking.com-Provision in Deutschland?
Booking.com nennt keine öffentlichen Sätze. Branchenquellen berichten von rund 12 % als Basis in Deutschland und 15 % in Berlin sowie vielen anderen EU-Märkten; Programme und Zahlungsabwicklung kommen hinzu. Maßgeblich ist Ihr Vertrag.
Zahlt man Provision auch bei Stornierung oder No-Show?
Bei kostenfreier Stornierung fällt keine Provision an. Bei No-Shows und kostenpflichtigen Stornierungen hängt es davon ab, ob Sie die Stornogebühr tatsächlich einziehen — Details regelt das Extranet.
Lohnt sich das Preferred-Partner-Programm?
Für neue Häuser ohne Bewertungen oft ja, für etablierte Häuser mit hoher Auslastung selten. Rechnen Sie den Aufschlag gegen den Mehrumsatz, und testen Sie es saisonal.
Darf ich Booking.com-Gästen beim Check-in Direktbuchung anbieten?
Ja. Was Sie mit Gästen im Haus besprechen, unterliegt keiner Plattformregel. Nur die Kontaktaufnahme über die Booking.com-Nachrichtenfunktion zum Zweck der Umgehung ist untersagt.
Was kostet eine Direktbuchung?
Über die Website: die Gebühr der Booking Engine, oft ein niedriger Fixbetrag oder 0–2 %. Über das Telefon: nichts — außer der Person oder dem digitalen Mitarbeiter, der abnimmt.
Stand: 4. September 2026. Provisionssätze laut Branchenquellen und Booking.com Partner Hub; Booking.com veröffentlicht keine offiziellen Landessätze. Alle Rechenbeispiele sind Modellrechnungen. Korrekturen gern an info@hostupp.ai.

